ich habe mir eine VN 800 gekauft und jetzt beim zerlegen festgestellt, dass in der Hinterradschwinge auf der linken Seite in der Höhe des Fenders eine Kerbe ist.
Wie die da reingekommen ist habe ich keine Ahnung??
Schaut aus wie reingeflext.
Meine Frage kann man so etwas schweißen und aus welchem Material besteht die Schwinge?
Danke schon mal[BLINK]e[/BLINK]
Welche Stahlsorte da verbaut ist, kann ich Dir nicht sagen.
Wenn ich mit einem Schutzgas-Schweißgerät dran gehe und mit einigen Punkten die Kerbe auffülle, überflüssiges Material abflexe und überstreiche... kräht da kein Hahn danach. (Die Schwinge ist ja nicht durchgeflext, oder?)
Wichtig ist, dass Du die Schwinge nicht beim Schweißen ausglühst, sondern zwischen dem Punkten abkühlen lässt. Dann hast Du keine größeren Einbußen bei der Festigkeit.
In Deinem Fall ist die Schwinge mit einer Flex-Kerbe geschwächt und dort könnte sich unter ungünstigen Umständen ein Dauerbruch bilden.
Mit ein paar Schweißpunkten ist das schnell behoben und damit würde ich mich wohler fühlen.
Und ja, auch Kawasaki-Rahmen sind schweißbar! Man muß nur wissen, wie.
Und ja, zertifizierte Betriebe wissen, wie.
Is normaler ST35 , Farbe abschleifen Kerbe an den beiden Enden anbohren , Schwinge fixieren gegen schweißverzug und kerbe zu schweißen , schweißnaht beschleifen feddich.
Junge, Junge, hier sind aber Granaten unterwegs.
Mailmichl, ich gehe noch einmal auf deine Eingangsfrage:
"Meine Frage kann man so etwas schweißen und aus welchem Material besteht die Schwinge?" ein.
Ja, man kann so etwas schweißen.
Wenn man ein Hintergrundwissen über Werkstoffkunde hat, weiß man dass, läßt die Finger davon und überläßt dieses einem ausgebildetem Schweißer, der entsprechendes Wissen, die erforderlichen Bescheinigungen und die Gerätschaften für die verschiedenen Schweißverfahren zur Hand hat.
Welcher Werkstoff da zur Anwendung gekommen ist, kann ich dir auch nicht sagen, aber auf keinen Fall St35.
Deine Schwinge besteht aus diversen Rohren, Laschen, Brennteilen und Knotenblechen und sind letztendlich als Unterbaugruppe Bestandteil des Rahmens.
Rahmenbauteile können in ihrer Werkstoffbeschaffenheit durchaus in eine Qualität bis zu einem Vergütungsstahl wie z.B. 25CrMo4 gehen. Ob dieser dann nach dem Schweißen noch vergütet wird oder vorvergütet ist und später noch spannungsarm geglüht wird, ist dann eine andere Sache.
Allerdings glaube ich nicht, dass dieser Werkstoff bei der VN800 verwendet wurde.
Auf jeden Fall kannst du davon ausgehen, dass mindestens ein St52-3 zur Anwendung gekommen ist. Die Zugfestigkeit beträgt ca. 500 N/mm2 und ist in der Güteklasse 3 sehr gut zum Schweißen geeignet.
Ein St35 hat eine Zugfestigkeit von ca. 350 N/mm2 und kann auch zum Herstellen von Gartentoren geschweißt werden, aber nicht zur Herstellung von sicherheitsrelevanten Rahmenteilen an einem Motorrad.
Du merkst den Unterschied ?
Wenn ein Laie an so einem Schwingenteil einfach mal eben so rumbruzelt, kann es durchaus sein, dass er damit mehr Schaden als Nutzen anrichtet. Entstehende Spannungen und Gefügeveränderungen im Werkstoff können eine Schwächung oder im Extremfall sogar Spannungsrisse, in der Regel neben der Schweißung, verursachen.
Der Fachmann weiß diese Zusammenhänge und hat dafür eine entsprechende Schweißtechnik ( Schutzgasschweißen ) . Kann durchaus sein, dass der Rahmen sogar zum Schweißen im Ofen warm gemacht werden muß.
Also, bilde dir dein Urteil oder von mir aus höre auf die "Techniker" hier im Forum.
nen 25CrMo4 musse spannungsfrei glühen nachem schweißen ...du glaubst doch jetzt nich wirklich das die hersteller bei unseren böcken diesen aufwand treiben .
Nochwat , als ich meine schwinge selber gebaut habe hatte ich im Vorfeld die originale Material technisch im Labor prüfen lassen ...wat meinste wohl wat da raus kam
unsere Achsen sind aus nem crmo stahl sonst nix
@Mailmichl
schwinge schweißte ganz normal mit nem SG2 Draht
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